Skiclub Graue Hörner Mels

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30 Jahre Melser Dorflauf


Vor 20 Jahren beschloss der Skiclub Graue Hörner, dass er sein 50-Jahr-Jubiläum auch mit einem sportlichen Grossanlass feiern wollte. So entstand die Idee, mitten im Dorf - Start und Ziel sind auf dem malerischen Melser Dorfplatz – eine grosse Laufveranstaltung auf die Beine zu stellen. Da der Club eine grosse Langlaufabteilung unterhielt, lag es nahe, gleichzeitig eine Kategorie Rollski auszuschreiben. Diese lockte in den Anfangsjahren praktisch alle starken Schweizer Langläufer an den Start. Namen wie Olympiasieger Hyppolit Kempf sind heute noch ein Begriff. Als 1990 von Teilnehmern der Wunsch geäussert wurde, auch eine Kategorie Rollschuhe anzubieten, lehnte dies das OK überzeugt ab, da dies nur auf Kosten der Rollski-Läufer gehen könnte und man als Skiclub diese klar favorisiere. Sechs Jahre später war es aber doch so weit: Inline-Skating kam ab der 12. Austragung, also 1996, anstelle von Rollski ins Programm.

Diese Sportart bescherte den Organisatoren im Jahr 2000 einen absoluten Teilnehmerrekord: Es waren damals sogar mehr Skater als Läufer am Start. Doch diese erfreuliche Entwicklung hatte auch eine Kehrseite, denn das immer höher werdende Niveau führte dazu, dass diese Disziplin immer gefährlicher wurde. So musste das OK aus Sicherheitsgründen auf das Inline-Skaten verzichten. Die Strecke durch das Dorf war mit den vielen Ecken kaum mehr abzusichern. Ausserdem hätten auch die Probleme in der Zeitmessung aufgrund der knappen Zeitabstände nur mit grossem technischen Aufwand gelöst werden können. So konzentrierte man sich auf das Kerngeschäft, wie dies in der Wirtschaftsprache heisst. Mit einer Plauschstafette kam man den Inline-Skatern ohne grosse Ambitionen entgegen. Diese wurde bis 2005 durchgeführt und dann von der neuen Trendsportart Nordic Walking und der Kategorie 2-er Teams abgelöst. Nach dem Olympiasieg des Skiclub-Ehrenmitglieds Wendi Eberle an den Parolympics von Lillehammer wurde ausserdem eine Kategorie Handybike ins Leben gerufen. Dieses Rennen mit den Rollstühlen hat sich bis heute gehalten.

Bei der ersten Austragung des Melser Dorflaufes schwang mit dem damals 24-jährigen Walter Hobi ein Melser obenaus. Es sollte der erste und auch letzte Tagessieg eines Einheimischen bei den Männern bleiben. In der Folge übernahmen nationale Spitzenläufer wie Peter Gschwend oder Philip Rist und internationale Cracks das Zepter. Mit dem Kenianer Julius Kariuki gewann ein Olympiasieger von Seoul in den Jahren 1990+1991.

Doch ein Mann hat die Geschichte des Dorflaufs geprägt wie kein anderer: Der Klotener Peter Gschwend war fast von Anfang an dabei und holte sich nicht weniger als sieben Tagessiege, den letzten 1997 im Alter von 45 Jahren. Er bekam deshalb den Kosenamen Mister Dorflauf.



Aufgrund der rückläufigen Teilnehmerzahl hat das OK beschlossen, im Frühling 2014 den vorerst letzten Melser Dorflauf durchzuführen.